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Wir sind am 29.September ausgebrochen um ein paar Nächte in luftiger Höhe zu verbringen. Um Fotos zu machen und um einfach mal wieder raus zu kommen. Im Nachgang hat sich herausgestellt, dass es genau die richtige Entscheidung war, um auch mal wieder etwas „allein“ und naturnah zu sein. Also: ab geht’s in die Französischen Alpen.

Tag eins – Willkommen in Frankreich

Angekommen – Bise-Ubine

Gestern haben wir rund 750 Kilometer zurückgelegt. Natürlich tut einem da trotz doch recht bequemer sitze irgendwie das Heck weh. Und damit ist nicht der Bus gemeint. Den Platz, den wir zum Schlafen gefunden hatten, war auf einem Berg. Es war sau windig. Nachts im Dunkeln konnte man denken, man schläft an Bord eines Schiffes. Aber da waren ja noch die Flugzeuge die ständig über uns hinweg geflogen sind. Unser Zwischenstopp in der Schweiz war also nicht sonderlich erholsam.

 

Wir überquerten die Grenze Schweiz-Frankreich in Saint Gingolph und folgten dann der D105. Diese haben wir dann Richtung Süden verlassen, um nach Le Villard (bei Vacheresse) zu fahren. Von hier aus Richtung Osten, gelangt man über eine gut ausgebaute Dorfstraße in einen Talkessel welcher ein kleines Dorf beherbergt. Unser erster Schlafplatz in Frankreich auf dieser Reise.

Das Dorf hier heißt Bise-Ubine, wobei die Bezeichnung „Dorf“ schon viel zu groß ist. Es sind nicht einmal zehn Gebäude die hier in diesem wunderschönen Talkessel stehen.

Ein offizieller Campingparkplatz, direkt am Anfang des Talkessels

Ein offizieller Campingparkplatz, direkt am Anfang des Talkessels

Wundervolle Landschaft, die zum Wandern ein lädt

Wundervolle Landschaft, die zum Wandern ein lädt

Am Fuß der Berge leben leben Kühe. Hier kann man direkt durch ihre Weide wandern

Am Fuß der Berge leben Kühe. Hier kann man direkt durch ihre Weide wandern

Neben Käse und auch anderen Leckereien, die man hier kaufen kann, kann man hier auch gut einige Stunden wandern. Wir entscheiden uns jedoch dazu, nicht gleich am ersten Tag in die Vollen zu gehen. Die Wanderwege sind doch recht steil. Es ist außerdem noch nicht einmal Mittag und wir wissen nicht recht, was wir außer wandern tun sollten. So lassen wir dieses tolles stück Landschaft hinter uns und fahren die Serpentinen wieder nach unten.

Neuer Schlafplatz am Lac de Plagnes

Wir fahren weiter nach Süden, um unseren neu gewählten Schlafplatz an einen See auf zu suchen. Über Circle, fahren wir nach Adondance. Von wo aus wir Richtung Süd-Westen durch einige kleine Dörfer nach Les Planes fahren, wo auch der See Lac de Planes zu finden ist.

Seit wir hier in den Bergen unterwegs sind, haben wir gedanklich schon mindestens zehn Holzhäuser oder Hütten gekauft. Mitten in der herrlichen Natur, umgeben von Bäumen und bergen stehen diese schönen Holzhäuser. Echtes Alpenfeeling eben.

Der Lac de Planes lädt ein zum Angeln und entspannen ein.

Der Lac de Planes lädt ein zum Angeln und entspannen ein.

Der Zufluss des Lac de Plagne.

Der Zufluss des Lac de Plagne.

Wir laufen einmal um den See herum. Die Sonne Strahlt und es ist warm. Ein Mann sitzt am Ufer und angelt. Auf einer Bank sitzt noch jemand und liest ein Buch. Wir tun es ihnen gleich und sitzen hier einige Zeit in der Sonne und genießen die Umgebung.

Heute sind wir sehr unentschlossen. So richtig wollen wir hier auch nicht bleiben. Es ist erst gegen 15 Uhr und wir wissen auch nicht mehr, was wir nun noch tun sollen. Kurzum beschließen wir noch ein paar Kilometer an zu hängen und steigen wieder in den Bus. Weit kommen wir jedoch nicht. Ein paar Kühe müssen erst noch nach Hause laufen.

Kühe als Verkehrsteilnehmer

Kühe als Verkehrsteilnehmer

Weiter gen Süden – nun wirklich schlafen

Zurück nach Bonnevoux über Adondance und Richtung Morzine, führt uns unser Weg. Von Morzine aus, folgen wir der D354 welche sich mehr und mehr noch oben in die Berge schraubt, sich aber sehr gut fahren lässt. Die Temperaturen fallen nun merklich und wir stellen uns auf eine kalte Nacht ein. Wir schauen hier ab und an nach rechts, denn in der Ferne zieht sich eine Gebirgskette durch das Bild, die in der senkenden Sonne langsam zu leuchten beginnt. An einem See, dessen Namen wir nicht wissen, stellen wir den Motor ab. Auf der Straße gegenüber steht ein Restaurant (Le Relais des Vallées) , was bereits geschlossen ist. Neben der Straße die wieder nach unten führt, sehen wir einen Wanderweg, der Richtung der Gebirgskette führt. Die perfekte Gelegenheit für einen Abendspaziergang, bevor wir das Nachtquartier aufschlagen.

Schlafen am Gebirgssee

Sonnenuntergang

Wir laufen einige hundert Meter und dann stehen wir auf einer kleinen Erhebung. Die Sonne berührt nun fast den Horizont. Es ist so weit. Vor uns beginnt die Gebirgskette des Montblanc zu leuchten. eine herrliche Aussicht. Durch die Höhe und die klare Luft, kommen die färben richtig schön zur Geltung.

Nun ist die Sonne fast verschwunden. Zeit zurück zu gehen, um noch etwas zu essen und um den Bus schlafbereit zu machen.

Montblanc

Montblanc

Diese aussicht hängt jetzt auch in unserer Küche. Es ist toll jeden Tag an diese aussicht erinnert zu werden. Und wenn es so weiter geht, brauchen wir auch keine Tapete mehr 😉

Wir ziehen unser Bett aus und bemerken, dass wir fast Schlafgäste gehabt hätten. Im See hinter uns schwimmen Enten. Diese scheinen recht neugierig zu sein und ein paar von ihnen, wollen in den Bus einsteigen.

Am nächsten Morgen begeben wir uns nach dem Frühstück, auf eine kleine Wandertour. Wenn man es Zeitlich besser einrichtet, kann man hier auch gut einen ganzen Tag verbringen. Und auch Wenn es etwas mehr kostet, in dem Restaurant, gibt es guten Espresso 👌.

Ente

Ente

Schlafen am Gebirgsee

Schlafen am Gebirgsee

Tag zwei

Wenn du nicht weißt wo du bist…

…musst du das Beste draus machen. Der Tag heute war mit Schwung danebengegangen. Als erstes haben wir festgestellt, dass die Bremsanlage unseres Mobilen Schlafplatzes unterdimensioniert ist, wenn es bergig wird. Und als nächstes haben wir uns ordentlich verfahren. Irgendwie hat unser Navi einen Umweg über einige Kilometer durch einen sehr schlechten Feldweg gewählt, der absolut nicht nötig war. Leider haben wir es erst bemerkt, als umkehren nicht mehr möglich war. Was Soll’s.

Unser Weg führt vorbei an Annecy und schlussendlich nach Lescheraines. Da wir heute richtig auf die Nase gefallen sind, hatten wir beschlossen auf einem Parkplatz an einem Fluss zwischen Lescheraines und Le Châtelard. Neben der im Omnia ( Packliste ) gebackenen Calzone, die gut für die Laune ist, ist noch Zeit um ein Paar Langzeitbelichtungen am Fluss zu machen, bevor es anfängt zu regnen. Den Tag streichen wir am besten…

8s belichteter mini Wasserfall

8s belichteter mini Wasserfall

Tag drei

Danke liebes Wetter

So nass wie der letzte Tag geendet hat, so nass beginnt der nächste. Für heute hatten wir uns vorgenommen einen Campingplatz aufzusuchen und auf einem Berg in dessen Nähe zu fahren um ein wenig zu wandern. Wir fahren also von Lescheraines Richtung Süden bis nach Saint Pierre dAlbigny, um dort auf die D1006 Richtung St. Rémy de Maurienne, wo wir einen Campingplatz beziehen, zu fahren. So recht wissen wir nicht was wir nun tun sollen, das Wetter sieht langsam aus als würde es besser werden aber irgendwie auch wieder nicht. Bevor wir sinnlos den Tag im Bus verbringen, beschließen wir zum La Madeleine Pass zu fahren.

Markierung des La Madeleine Passes

Markierung des La Madeleine Passes

Wir folgen also die D213 Richtung Berge. Serpentinen bringen uns nach oben. Irgendwo haben wir aufgeschnappt, dass diese Straße ein Stück der Tour de France ist. Wenn das stimmt… Hut ab. Jedenfalls befinden wir uns irgendwann in einer dicken, grauen Suppe und dazu regnet es auch noch. Genau wie erwartet. Also fahren wir wieder nach unten.

Bei schönen Wetter allerdings, kann müsste man von hier aus auch eine tolle Nord-Ost und Süd-West Sicht haben. ein paar Trampelpfade führen auch durch die Berge.

Tag vier

Col de Glandon

Aussicht auf den Montblanc

Aussicht auf den Montblanc

Nach dem Gestrigen regenreichen Tag, brechen wir heute zum Glandon pass auf. wir steuern also weiter gen Süden und fahren von La Chambre Richtung Südwesten auf der D927. Diese Straße bringt uns zu unserer großen Verwunderung an einem Fußballfeld, mitten im nirgendwo vorbei und dann bis zur Passhöhe von 1924 Meter. Man kann diesen Parkplatz nicht verfehlen. Von hier aus starten Wanderungen zu einem See, den wir mit unserem Vierbeiner nicht gehen wollen. Ein schöner Ausblick auf den Montblanc hat man hier ebenfalls. Wir fahren ein paar hundert Meter weiter um einen für uns sehr attraktiven Ort auf zu suchen. Und um einen Espresso ein zu nehmen.

Wanderwege am Col de Glandon

Wanderwege am Col de Glandon

Col de la Croix de Fer

Weiter auf der Passstraße, kommen wir an ein Gebäude dessen Türen und Fenster verbrettert sind. hier fahren wir links auf die D926 zum Col de la Croix de Fer. Hier bekommt man bei einer freundlichen Dame, einen Guten Espresso und kann sich auch außerhalb der Wintermonate gut mit Wandern vertun. Oder eben im Winter Ski fahren.

Ein Steg mitten im Nirgendwo

Ein Steg mitten im Nirgendwo

Bergsee

Bergsee

Beerensträucher

Beerensträucher

Die Sonne scheint und es ist angenehm warm. über uns kreisen Greifvögel und wir wandern durch kurze Gräser und Beerensträucher. Ab hier ist uns aufgefallen, dass sich unsere Kamera auch prima zum Filmen eignet…

Wir verbringen hier einige Zeit und genießen die absolute Ruhe. Einzig der Wind und das Kreischen der Vögel, ist ab und an zu hören. Murmeltiere suchen wir hier allerdings vergebens.

Lac de grand Maison

Wieder fahren wir auf der D926, diesmal aber zurück und halten uns bei dem verlassenen Gebäude links. Der Weg schlängelt sich an einem hohen Wasserfall vorbei, der den Lac de grand Maison speist. Wenn es nicht so extrem wehen würde, wäre das ein sehr schöner Schlafplatz. Hier findet man neben dem Wasserfall einige verlassene Berghütten und ein verlassenes Hotel oder Ferienhaus.

Lac de grand Maison, ein künstlich angestauter Bergsee

Lac de grand Maison, ein künstlich angestauter Bergsee

Verlassene Berghütten

Verlassene Berghütten

Zufluss mit Wasserfall

Zufluss mit Wasserfall

Für dieses Bild muss man einen, in den Schiefer getretenen, Trampelpfan herunter laufen. Links steil abfallende Wiese rechts kaltes Bergwasser. Man kann den Wasserfall natürlich auch aus der Ferne betrachten.

Nachdem ausreichenden Genuss der Umgebung ( vor allem des Wasserfalls), führen wir unseren Weg auf der D926 fort. Diese wird nach dem See zu D526, der wir bis zu ihrem Ende in Rochetaillée folgen. Hier halten wir uns links und folgen der D1091 bis nach Les Alberges. Weiter auf der D530 die uns durch hohe Berge führt bis nach Les Ougiers. Von hier erreicht man bequem La Dachere, von woraus man zum Le Lauvitel See wandern kann. Ein großer Wanderparkplatz bieten genügend Platz direkt an der Grenze zum Ecrins Nationalpark. Schade nur das Hunde im Nationalpark verboten sind….

Tag fünf – Auf in die Provence

Dem Hundeverbot ausweichen

Natürlich geht das nicht. Daher beschließen wir kurz um einfach die Reise in die Provence zu verlegen und sagen Somit „Tschüss ihr Berge.“ Es wird sich herausstellen, dass es keine Fehler ist, denn auch die Provence hat viel zu bieten.

Unser nächstes Ziel ist Chateauneuf-De-Chabre. während der doch etwas längeren Fahrt, kommen wir an allerhand Obstplantagen und anderen Anbaugebieten vorbei. Es wird auch deutlich wärmer. Die Bauweise der Häuser hat sich nun auch vom Berghüttenstil zur Steinbauweise, mit diesen tollen Tondachziegeln, verändert. Unser Ziel ist nicht direkt Chateauneuf-De-Chabre. Vielmehr ist es die D942, der wir folgen bis wir an einer Parkbucht halt machen. Die Straße führ an einem Fluss entlang, der an einer bestimmten Stelle en einem Wasserfall gut fünf Meter in die Tiefe Stürzt. Im Sommer und bei nicht all zu hohem Wasserstand, wird dieser Ort hier auch zum Baden genutzt.

Da hier gerade sehr wenig Wasser herunter fließt, nutzen wir die Gelegenheit für ein paar Fotos und um die Gegend zu erkunden. Die alte Brücke mit ihren drei Bögen passt super in das Bild. Auch einen alten, aus Stein gebauten Unterschlupf, kann man hier untersuchen.

Wasserfall bei Chateauneuf De Chabre

Wasserfall bei Chateauneuf De Chabre

Dreibogenbrücke

Dreibogenbrücke

Herrliche Landschaft

Blick von oben

Wir folgen der Straße noch ungefähr 5 Minuten weiter und stoßen auf einen Parkplatz, der auf zwei Meter Höhe beschränkt ist. Unser Bus passt dort saugen rein. Eine sehr ruhige Nacht am Fluss und unter Bäumen liegt vor uns.

Tag sechs

Erosion in bei Rustrel

Mittlerweile sind unsere Sprünge, die wir zwischen den Orten, machen recht groß aber jeder Meter lohnt sich. Wir fahren heute weiter nach Süden in den kleinen Ort Rustrel. An Rustrel selbst haben wir kein großes Interesse, jedoch gibt es ganz in der Nähe ein Interessantes Sandsteingebiet zu erkunden. Also.. wir vermuten, dass es Sandstein ist, da es sich langsam abträgt.

Durch Bodenerosion entstandene Steinformation

Durch Bodenerosion entstandene Steinformation

Ein gutes Beispiel, wie Bäume die Erosion bremsen

Ein gutes Beispiel, wie Bäume die Erosion bremsen

Überblick

Überblick

Es ist eine recht nette und entspannende Stunde, die wir hier für die große Runde verbringen. Es ist allerdings auch sehr gut besucht. Zwar unterstützt man angeblich mit den Parkgebühren, die Erhaltung und Pflege des Gebietes aber was hat Sandstein schon tausenden Füßen entgegenzusetzen. Solange es noch da ist, ist es aber einen Besuch wert.

Gordes

Die typischen Städtetouris sind wir ja nun ganz und gar nicht. Aber heute haben wir uns vorgenommen einen Stich nach Westen zu machen, um uns zur Abwechslung eine Stadt an zu schauen. Wir fahren eine gute Stunde nach Westen und landen in Gordes. Gordes, ist eine Stadt die auf einem, auf einer Seite, steilen Hügel gebaut wurde. Alles in diesem tollen Natursteinbaustil. Hier gibt es viele kleine Läden. Von Crêpes bis zu Jagdmessern kann man hier alles finden. Am meisten jedoch gefällt uns einfach nur der Blick auf die an den Hügel gebauten Häuser.

Diese Ziegel sind einfach toll

Diese Ziegel sind einfach toll

Wunderschöne Steinhäuser

Wunderschöne Steinhäuser

Gordes aus der Ferne

Gordes aus der Ferne

Fort de Buoux

Eben weil wir keine Städte Touristen sind, begeben wir uns jetzt wieder etwas weiter in die Wildnis. Richtung Osten liegt der Ort Buoux. Südlich von dort findet man nicht nur ein Paradies für Kletterverrückte, sondern auch ein auf einen Riesigen Felsen gebautes Fort. Nun ja. Zumindest findet man die Überreste davon. Wir Parken auf dem Parkplatz und laufen los. Wir staunen nicht schlecht, als vor uns ein großes Eisentor auftaucht, dass mit einem Schloss versehen ist. Erst dachten wir, dass heute schon geschlossen ist. Aber dann stellen wir fest, dass man um das Tor herum gehen kann. Ausflug gerettet.

Man läuft gut zehn Minuten und zahlt fünf Euro pro Nase Eintritt. Dann können wir uns aber frei auf dem Plateau bewegen. Interessanter weise gibt es hier keine Geländer, Absperrungen oder Warnhinweise, dass es hier überall ein ordentliches Stück, senkrecht nach unten geht.

Eckturm am Eingang

Eckturm am Eingang

Große Ruine

Große Ruine

Am Ende gewinnt die Natur

Am Ende gewinnt die Natur

Die gesamte Anlage ist zugänglich und gut Beschildert. Am Eingang bekommen wir auch einen Lageplan in Deutsch. Es ist toll, dass man hier wirklich frei herumlaufen kann. Allerdings sollten Hunde an die Leine und Kinder an die Hand genommen werden.

Wir verlassen nun dieses Stück Niemandsland uns suchen einen Schlafplatz weiter Östlich von hier. Wir fahren heute noch bis Moustiers-Sainte-Marie. Dort lassen wir uns für die kommende Nacht auf einen Campingplatz nieder.

Tag sieben

Moustiers-Sainte-Marie

Als wir auf dem Weg waren um unser bestelltet Baguette am Eingang ab zu holen bemerken wir, dass wir eine Parkbucht weiter links eine sehr unruhige Nacht gehabt hätten. Hier hat es heute Nacht Kastanien geregnet.

Tropisches feeling in der Stadt

Tropisches feeling in der Stadt

Wie dem auch sei. Bevor wir mit dem Bus den Campingplatz verlassen, laufen wir noch in die Stadt Moustiers Sainte Marie, die für ihre Keramikerzeugnisse bekannt ist. Ja, hier kann man durchaus kunstvolle Keramiken kaufen. Mir (Lars) persönlich ist eher danach, das mit Schimmel und Kräutern überzogen Hackbällchen vom Fleischer zu probieren. Leider ist geschlossen. Allerdings ist der Crêpes-To-Go mit Zucker und frischer Zitrone auch eine gute Sache. Wie man sieht, gibt es hier auch Dinge, die man von seinen gekauften Tellern essen kann.

Die kleine Stadt hat echt alles was man so brauch. Einen Wasserfall, einen ansehnlichen Turm im Zentrum und Wandermöglichkeiten. Wir steigen die aus kleinen Steinen zusammen gebaute Treppe, in Richtung der Zitadelle in den Bergen, hinauf. Die Aussicht ist klasse. Am Ende kann man auch als nicht Stadttourist sagen, dass diese Stadt wirklich schön ist. Im Übrigen kann man sich hier überall an den Stadtbrunnen Wasser mitnehmen 👍.

Eine sehr detailreiche Kleinstadt

Eine sehr detailreiche Kleinstadt

Überblick über Moustiers Sainte Marie

Überblick über Moustiers Sainte Marie

Der Verdon

Wir gehen zurück zum Campingplatz, kurz unter Moustiers Sainte Marie und machen uns startklar. Heute werden wir den Verdon besuchen und den Französischen Grand Canyon umfahren. Wir fahren einfach die D952 bis nach Castellane.

Von hier aus kann man über die
D4085 und D102, dem Verdon noch weiter Folgen und noch weitere Stauseen Folgen aber das haben wir nicht getan (nur so ein Hinweis am Rand 😊 )

Der Verdon hat hier über die Jahrtausende eine riesige und sehr, sehr lange Schneise in die Landschaft Gefräst. Das hellblaue Wasser gemischt mit den bunt werdenden Blättern der Bäume und den hellen steinen sind einfach wunderbar. Das Gebiet ist so groß, dass es auf keinem Foto so richtig zur Geltung kommt. Man muss es einfach gesehen haben. Von Castellane zurück, biegen wir diesmal Richtung Solails ab. Irgendwann ist der Graben so tief, dass man den Verdon aus dem Auto nicht mehr sehen kann. Wahnsinn. Die Fahrt an sich macht auch Spaß, da sich die Straßen hier am Abgrund entlang schlängeln und stets ein toller Ausblick garantiert ist.

Der Verdon

Der Verdon

Verdon Kehre von Oben

Verdon Kehre von Oben

Mündung in den Lac de Sainte Croix Stausee

Mündung in den Lac de Sainte Croix Stausee

Der Verdon soll wohl meist sehr viel Wasser führen. Jedoch wurden mehrere Stauseen angelegt die ihn nun kontrollieren. Ein Paar Kubikmeter mehr, könnte der große schon vertragen, wenn man so auf das Foto sieht. Unweit der mündung in den Lac de Sainte Croix verbringen wir dann eine ruhige Nacht.

Tag acht

Anfang vom Ende – Wandertour bei Barbe Blanche

 

Langsam aber sicher müssen wir uns auf den Rückweg machen. Aber nicht ohne noch eine kleine Wanderung als Zwischenstopp ein zu legen. So setzen wir Segel gen Norden und setzen das Ziel bei Sigoyer, genauer gesagt, Barbe Blanche. Hier gibt es einen Wanderparkplatz von dem nördlich des Céüse Plateau liegt. Ein recht bekannter Kletter- und Bergsteiger Ort. Da in uns kein Reinhold Messner verloren gegangen ist, wählen wir das leichtere Ziel südlich des Parkplatzes. Weder hat es einen uns bekannten Namen noch eine Adresse, jedoch kann man hier dem „gelben Wanderpfad“ folgen.

Kleine Echse

Kleine Echse

Abgesehen davon, dass wir nach kurzer Zeit den Weg nicht mehr erkennen können und absolut keine Ahnung haben, wo er sein soll, gab es auch einiges zu sehen. Allerhand Kleintiere unter anderem auch das hässlichste Insekt was wir jeh gesehen haben, krabbelt hier herum. Ist man allerdings erst einmal oben angekommen, hat man eine schöne Aussicht und auch das eigentliche Ziel vor Augen.

Sehr seltsames Insekt

Sehr seltsames Insekt

Kleiner Wanderausflug

Kleiner Wanderausflug

Nachdem wir einen Hubschrauberlandeplatz übertreten haben, türmt sich einige hundert Meter weiter die Nächste Erhöhung auf. Vor einer Felswand, die nur durch Kletterei zu überwinden ist, trennen wir uns kurz auf, da unser Vierbeiner das nicht schaffen kann und Ich (Lars) natürlich unbedingt dort hoch muss. Oben angekommen merke ich aber, dass es hier auch für sich nicht weiter geht. Wieder heil unten angekommen treten wir den Rückweg zum Auto an.

Ausblick über das Tal

Ausblick über das Tal

Die Nacht verbringen wir auf einem nicht all zu weit entfernten Berg nördlich von Gap. Nachdem wir in Gap am dichten Verkehr und chaotischen Fahrstil fast durchgedreht sind, haben wir uns dafür entschieden lieber etwas abseits der Stadt zu schlafen.

Tag 11

R(h)Einfall

Wir überspringen zwei Tage, da wir diese nur zum Fahren und Einkaufen diverser Mitbringsel verbracht haben. Zwar sind wir jetzt nicht mehr in Frankreich aber diesen Ort wollen wir trotzdem mit erwähnen. Wir befinden uns nun in der Schweiz, genauer in Schaffhausen. Hier findet man den durchaus gut besuchten Rheinfall. Parkplatzgebühren nahe am Rheinfall liegen bei 15 Schweizer Franken für 15 Minuten. An der Stelle fahren wir weiter und erwischen einen Platz, auf dem man auch hätte übernachten können und das für 5 Franken pro Stunde.

Nun aber zum Rheinfall. Es handelt sich hierbei um keinen Ort für eine Tagestour aber wenn man auf der Durchreise ist oder sowieso ins der Nähe, ist es auf jeden Fall ein schöner und lohnenswerter Anblick. Denn diese unglaubliche Wassermasse die hier über die Steine poltern, ist einfach unglaublich.

Rheinfall bei Schaffhausen

Rheinfall bei Schaffhausen

Das War auch nun auch schon wieder das Ende dieser Reise und unserer Erzählung. Wir hoffen, dass euch die Fotos sowie unsere niedergeschriebenen Erinnerungen und Gedanken gefallen und vielleicht auch inspiriert haben. Eine Kleinigkeit haben dann diesmal aber noch…

Wir haben versucht ein Video zu machen

Wie wir bereits am Tag vier erwähnt haben, haben wir festgestellt, dass man mit so einer Kamera auch filmen kann. Wir haben immer mal wieder ein paar clips aufgenommen und diese hier zusammengeschnitten. Irgendwie sind diese dann bei YouTube gelandet und man sich das jetzt anschauen. Schaut doch mal rein.

In diesem Sinne, macht’s gut. Laura und Lars.

Unser erstes Video, beim nächsten sind eventuell auch wir zu sehen.