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Auffahrt

Wir sind in der Nähe des Großglockners, Österreichs höchster Steins Formation. Hier im Tal merkt man wirklich wieder wie klein man doch eigentlich ist. 36€ zahlen wir, damit sich die Schranke öffnet und uns den Weg auf die Großglockner Hochalpenstraße öffnet. Es ist früh am Tag und ich freue mich wie ein kleines Kind, dass wir nun doch, im Gegensatz zum Tag zuvor, gutes Wetter haben. Je mehr wir an Höhe zulegen, desto kälter wird es. Die Aussicht ist herrlich und die Straße führt nach oben und nach oben…

Gletscherschmelzsee

Gletscherschmelzsee

Glatscher

Gletscher

Frühstück auf 2000 Meter

Frühstück auf 2000 Meter

Die nächste Möglichkeit, es sich bequem zu machen, war unsere. Als wir die Türen öffnen merken wir, warum die Heizung die ganze Zeit lief. Recht kalt hier oben aber die Sonne hat gut Kraft und so ist zumindest der Rücken schön warm. Nach dem Essen, laufen wir noch ein paar Meter herum, als sich auf einer Wiese, die sich um ein Geröllfeld herum erstreckt, ein Murmeltier Zeigt. So schnell wie es aus Seinem Bau kam, verschwand es auch wieder hinter einem der großen Steine.

Murmeltier

Murmeltier

Gib mal her, ich mach jetzt ´n Foto

Laura

Tja, die nächste viertel Stunde stand ich nun ohne meine Kamera da. Hier der Beweis für pelziges Leben auf 2000 Metern Höhe 😉

Nach der Fotografischen Murmeltierjage und einem ausgiebigen Frühstück, setzen wir unsere Reise Richtung Hochtor fort. Da wir sehr sehr (wirklich sehr) spontane Menschen sind, wussten wir natürlich nicht wie hoch wir fahren oder wie die Hochalpenstraße verläuft. So waren wir auch nicht sicher, ob wir lachen oder Angst haben sollten, als es wieder über Serpentinen, gefühlt ewig nach oben ging.

Die Vegetation hat sich schon vor unserer Frühstücksrast von Bäumen zu Gras gewandelt. Aber nur wurde auch das Gras immer spärlicher. Immer wieder sind wir gezwungen anzuhalten um in die Ferne zu schauen.

Halt mal an, hier stinkt´s nach Bremse!

Laura

Abfahrt

Das letzte Schild was an uns vorbei rauscht trägt die Zahl 2504. Wir stehen vor dem „Hochtor“. Irgendwie surreal, kurz für dem (an der Stelle) höchsten Punkt des Berges einen Tunnel zu sehen. Für mich wirkt es wie ein Tor in eine andere Welt. Ist es auch irgendwie. denn als wir in das Hochtor einfahren, liegt hinter uns in der Ferne Grün. Als wir herauskommen, ist weit und breit nur grauer Stein zu sehen. Der wind ist kalt und schneidend. Wir beginnen mit der Abfahrt.

Auffahrt zum Hochtor

Auffahrt zum Hochtor

Hochtor

Hochtor

Abfahrt vom Hochtor

Ausgang des Hochtor´s

Zwischen einer größeren Ansammlung an Sportwagen und Motorrädern parken wir wieder Kurz. Die Luft ist dünn, es ist kalt und ich stehe in kurzen Hosen auf einer Aussichtsplattform und lasse mir den kalten Wind um die Nase wehen. Mir fällt es schwer die Aussicht zu beschreiben.

Panorama

Panorama

Panorama

Panorama

Ausguck

Ausguck

Infos und Hinweise:

Wenn ihr unser kleines Abenteuer nachgelesen habt, dann sollte euch nun klar sein, dass hier Funktionierende und gute Bremsbeläge extrem wichtig sind. Daher noch einmal: dicke Beläge machen das Leben leichter 😉

Wichtig zu wissen ist, dass die Nutzung der Straße nicht ganz billig ist. Uns hat dies 36€ (was es wert war) gekostet. Dies ist der Betrag für eine Überfahrt. Also einmal das Ende überfahren, gibt es kein Zurück. Nur für den Einwurf weiter Taler. (Es gibt allerdings auch eine Monatskarte)

Vor allem in den kälteren Monaten, sollte man sich vorher erkundigen, ob und von wann bis wann die Hochalpenstraße befahren werden kann. Hier die Öffnungszeiten und alles was ihr sonst vor der Anfahrt wissen müsst. Plant Zeit für Stopps ein. Ihr werdet beim ersten Mal nicht einfach die Straße entlang fahren.

Glaubt uns. 😉